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Wer zahlt den Makler beim Hauskauf?

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Beim Kauf eines Hauses sind viele Faktoren zu berücksichtigen, einer der wichtigsten ist die Maklerprovision. Seit Dezember 2020 gibt es hierzu in Deutschland neue Regelungen, die sowohl Käufer als auch Verkäufer betreffen. Wenn Sie speziell nach einem Makler in Düren oder Ihrer Nähe suchen, stellt sich oft eine Frage. Dieser Artikel beleuchtet, wer die Kosten für den Makler trägt und wie sich diese zusammensetzen.

1. Was ist eine Maklerprovision?

Die Maklerprovision, auch Maklergebühr oder Maklercourtage genannt, ist der Betrag, den ein Immobilienmakler für die Vermittlung einer Immobilie erhält. Sie wird in der Regel als Prozentsatz des Kaufpreises berechnet. Seit dem neuen Maklergesetz, das Ende 2020 in Kraft trat, ist festgelegt, dass die Provision zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt wird.


2. Die aktuelle Regelung: Wer zahlt was?

Laut dem neuen Gesetz darf der Käufer nicht mehr als der Verkäufer zahlen. Dies führt in der Praxis oft zu einer hälftigen Teilung der Maklerprovision. Vor der Gesetzesänderung war es in einigen Bundesländern üblich, dass der Käufer die gesamte Provision übernimmt.


3. Durchschnittliche Maklerprovisionen in Deutschland

Hier eine Tabelle, die die durchschnittlichen Maklerprovisionen pro Bundesland zeigt:

Bundesland Durchschnittliche Provision
Bayern 3,12 %
Berlin 3,45 %

Quelle: ImmobilienScout24


4. Verhandlung und Berechnung der Provision

Die Höhe der Maklerprovision ist nicht gesetzlich festgelegt und kann daher verhandelt werden. Besonders bei gefragten Immobilien oder solchen, die schwer zu verkaufen sind, kann es Spielraum für Verhandlungen geben. Die Provision wird in der Regel als Prozentsatz des Kaufpreises berechnet.


5. Wichtige Faktoren bei der Auswahl eines Maklers

Die Auswahl des richtigen Maklers kann einen erheblichen Einfluss auf den Erfolg des Immobilienkaufs oder -verkaufs haben. Es ist wichtig, einen Makler zu wählen, der nicht nur in der Region erfahren ist, sondern auch einen guten Ruf hat. Empfehlungen von Freunden oder Online-Bewertungen können hierbei hilfreich sein. Zudem sollte der Makler transparent in Bezug auf seine Provision und die angebotenen Dienstleistungen sein. Eine gute Kommunikation und Vertrauenswürdigkeit sind Schlüsselelemente für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.


6. Alternativen zur traditionellen Maklerprovision

In den letzten Jahren haben sich alternative Modelle zur traditionellen Maklerprovision entwickelt. Einige Makler bieten beispielsweise Festpreise an, unabhängig vom Verkaufspreis der Immobilie. Andere arbeiten mit niedrigeren Provisionsprozenten oder bieten eine erfolgsabhängige Bezahlung an. Diese Modelle können für Käufer und Verkäufer attraktiv sein, insbesondere in einem hart umkämpften Immobilienmarkt. Es ist ratsam, verschiedene Optionen zu prüfen und die Kosten gegen die angebotenen Dienstleistungen abzuwägen, bevor man sich für einen Makler entscheidet.


Fazit

Die Maklerprovision ist ein wichtiger Kostenfaktor beim Hauskauf. Dank des neuen Gesetzes ist nun eine gerechtere Verteilung der Kosten zwischen Käufer und Verkäufer möglich. Es lohnt sich, über die Höhe der Provision zu verhandeln, um möglicherweise Kosten zu sparen.


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